Uncategorized

Cusumano Nero d’Avola – Rotwein aus Sizilien

Cusumano Nero d’Avola ist der Rotweinklassiker von der italienischen Insel Sizilien. Doch welche Rebsorte liegt gerade voll im Trend? Nein, nicht Nero d’Avola, obwohl dieser Rotwein von dem sizilianischen Weingut Cusumano aus dieser Rebsorte gewonnen wurde. Primitivo ist die Rebsorte, die momentan überall nachgefragt wird. Doch Nero d‘Avola ist der Rebsorte Primitivo in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich. Erstens wächst Nero d’Avola auch in Süditalien, vor allem auf der italienischen Insel Sizilien und zum zweiten ergibt Nero d’Avola auch volle fruchtige Weine mit einem üppigen Körper und einer schönen Rubinroten Farbe. Allerdings verfügen die Weine aus Nero d’Avola über etwas mehr Würze als die Primitivo Weine. Aus diesem Grund finde ich Sie auch ein wenig interessanter und vielschichtiger.

Cusumano Nero d’Avola aus Sizilien

Cusumano Nero d'Avola

Nero d’Avola von Cusumano

Cusumano gehört zu den Spitzen-Weingütern auf Sizilien, wenn Cusumano nicht sogar das Spitzenweingut Siziliens ist. Doch das mögen andere anders sehen. Wir können auf alle Fälle festhalten, dass Cusumano eines der bekanntesten und beliebtesten Weingütern im Süden Italiens ist. Da ist es nicht verwunderlich, dass hier auch einer der meist geschätzten Nero d’Avola vinifiziert wird. Wie für Süditalien üblich, stimmt hier das Preis/ Leistungsverhältnis. Für wenig Geld bekommt man einen tollen, fruchtigen Rotwein mit Eleganz und Klasse. Das Traubenmaterial für diesen Wein kommt aus der Region um San Giacomo. Die Reben sind im Schnitt 12-15 Jahre alt.  Um den fruchtigen Charakter zu erhalten und nicht zu verfälschen wurde der Cusumano Nero d’Avola im Edelstahltank ausgebaut. Dieser italienische Rotwein betört durch eine sehr intensive Nase mit Aromen von Kirsche, Pflaume, Preiselbeere und Pfeffer. Ergänzt werden diese durch Aromen von Kräutern, erdigen Noten und Flieder. Im Mund schmeckt der Cusumano Nero d’Avola fleischig, saftig, feinwürzig mit viel warmer Frucht. Ein dichter Rotwein mit einer molligen Eleganz und einem unwiderstehlichen Charme. Der sehr bekannte italienische Weinführer Gambero Rosso hat diesen tollen Wein mit 2 von 3 Gläsern bedacht.

Sicher, der Cusumano Nero d’Avola ist kein großer Wein sondern ein toller Einstieg für jeden geübten und ungeübten Weintrinker. Da er nur sehr wenige Tannine hat und sehr fruchtig ist, kann man ihn auch sehr gut etwas kühler genießen, dann passt er auch prima zum BBQ. Sehr lecker auch zu allen einfach italienischen Gerichten, wie z.B. Pizza oder zur Pasta mit Tomatensoße.

Auf Grund des günstigen Preises ist dieser Wein auch immer sehr gut für Partys oder festliche Anlässe geeignet. Schmeckt fast jedem und ist nicht teuer. Was will man mehr?

Podere 414 Morellino di Scansano

Podere 414

Die Podere 414 befindet sich etwas außerhalb des kleinen Dorfes Montiano in der Maremma. Die Maremma ist für Ihre „Supertuscans“ bekannt. Diese Weine basieren in der Regel sehr stark auf Cabernet Sauvignon, Merlot oder Syrah, der für die Toskana typische Sangiovese spielt in diesen „Supertoskanern“ meist nur eine untergeordnete Rolle.

Hier aber, an der toskanischen Küste um die Gemeinde Scansano, findet man außerhalb des Chianti-Gebiets die schönsten Weine aus der Rebsorte Sangiovese. Sangiovese wird in diesem Bereich der Toskana Morellino genannt und fällt in der Regel etwas weicher aus als im Chianti. Um sich mit dem Namen „Morellino di Scansano“ schmücken zu dürfen muss mindestens 85 % Sangiovese im Wein enthalten sein.

Der sehr bekannte Önologe Maurizio Castelli gehörte als Berater vieler renommierten Weingüter zu den gefragtesten Weinmacher Italiens. Er war entscheidend an der Entwicklung der Supertoskaner beteiligt. Im Laufe der Zeit keimte in ihm der Wunsch nach einem eigenen Weingut. Bei einem Spaziergang 1998 entdeckte Maurizio den 1960 gegründeten Mischbetrieb mit der Katasternummer 414 und erkannte sofort das darin schlummernde Potenzial. Dies war der Beginn der Podere 414 und ein beinahe kometenhafter Aufstieg an die Spitze der Region. Inzwischen wird das Weingut von Simone Castelli, Sohn von Maurizio, geleitet. Simone studierte wie sein Vater an der Universität von Florenz. Zusammen mit seiner griechischen Frau Maja knüpfte er nahtlos an die Erfolge seines Vaters an und setzt dabei auf naturnahen Anbau.

Lange Zeit wurde von der Podere 414 nur der Morellino di Scansano erzeugt, seit kurzem gibt es auch einen Rosé in kleiner Auflage.

Podere 414 Morellino di Scansano

Podere 414

Der Podere 414 Morellino di Scansano wurde aus Sangiovese und kleinen Anteilen von Ciliegiolo, Alicante, Syrah und Colorino erzeugt. Die Trauben stammen von einem Weinberg der im Schnitt mit rund 10 Jahre alten Rebstöcken bestockt ist. Die Trauben wurden von Hand gelesen und im Edelstahltank vergoren, der anschließende Ausbau erfolgte über 12 Monate in großen Eichenfässern und in Barriques. Der Wein zeigt ein sehr schönes Bukett von Brombeeren, Heidelbeeren, Kirschen, Rauchfleisch, Unterholz, Schokolade, Thymian, Pfeffer, Nelken und Veilchen. Am Gaumen fleischig, saftiger Biss, dichter samtener Tanninmantel, schöne Frucht, feinwürzig, herbe Eleganz, vielschichtig, voller Spannung und ein langer Nachhall. 90 Punkte, für etwas über 12 Euro die Flasche bei genuss7.de gesehen.

Link zum Weingut.

 

JM

 

 

 

 

 

 

 

Aglianico del Vulture Terre di Orazio

Cantina di Venosa und Aglianico eine gelungene Partnerschaft

In der süditalienischen Region Basilikata liegt die Cantina di Venosa. Die Cantina di Venosa wurde 1957 von 27 Winzern gegründet. Inzwischen haben sich rund 500 Weinbauern der Genossenschaft angeschlossen. Die Rebfläche aller Mitglieder beträgt rund 900 Hektar. Trotz der Größe ist Venosa einer der zuverlässigsten Produzenten im Gebiet.

Die Region Basilikata ist für ihren Aglianico berühmt und daher ist es auch nicht verwunderlich das die Genossenschaft von Venosa ihren Fokus auf die Rebsorte Aglianico legt. Die Rebsorte wurde rund 500 vor Christus von den Griechen als „vitis hellenica“ nach Kampanien gebracht. Von dort verbreitete sich die Rebsorte über die Basilikata bis nach Apulien. Der Aglianico wird oft als Nebbiolo des Südens bezeichnet, da beide Rebsorten über viel Tannin verfügen und im alter zu großer Eleganz gelangen können. Der Aglianico ist spätreifend, bevorzugt mineralische Böden und vor allem Höhenlagen. Diese findet er bevorzugt in Apulien, Kampanien und natürlich in der Basilikata. Inzwischen wird Aglianico auch in Übersee angebaut, in Kalifornien und Argentinien finden wir einige sehr interessante Weine aus dieser Rebsorte.

Cantina di Venosa Terre di Orazio Aglianico del Vulture 2008

Aglianico del Vulture

Der Terre di Orazio Aglianico del Vulture stammt von den Hängen des Monte Vulture. Hier in einer Höhe von rund 450 bis 500 Meter über dem Meeresspiegel stehen die rund 30 Jahre alten Reben auf vulkanischen Böden. Die Trauben wurden in den frühen Morgenstunden von Hand gelesen und in kleinen Körben auf dem schnellsten Weg in die Kellerei gebracht. Nach der temperaturkontrollierten Gärung reifte der Wein für rund 15 Monate in Barriques und 500 Liter Fässern. Anschließend durfte der Wein für etwa 6 Monate weiter auf der Flasche reifen. Der Wein zeigt ein sehr schönes Bukett von Kirschen, Pflaumen, Brombeeren, Rauch, Espresso, Vanille, Kakao, Zimt, Anis, Pfeffer, mediterrane Kräuter und Veilchen. Am Gaumen ist der Wein fleischig, saftig, dichte Frucht, viel samtenes Tannin, feinwürzig, enorm Tief, muskulöse Eleganz, mineralische Kühle und ein sehr langer Nachhall. 88 Punkte! JM

2  Gläser im Gambero Rosso

Terre di Talamo Morellino di Scansano Tempo Riserva

Das Weingut Terre di Talamo gehört der Familie Bacci, die auch im Besitz des Weingüter Castello di Bossi im Chianti und Renieri in Montalcino ist. Auf allen 3 Weingütern produziert die Familie Bacci hochwertige Weine die zu den besten des jeweiligen Anbaugebiets gehören.

Morellino di Scansano

2006 erhielt die Anbauregion Morellino di Scansano den DOCG-Status. Die Rebfläche umfasst momentan rund 400 Hektar. Das Anbaugebiet liegt in der südlichen Toskana, um die Gemeinde Scansano, in der Provinz Grosseto. Die Weine mit DOCG-Status müssen mindestens aus 85 % Morellino erzeugt werden. Bei der Rebsorte Morellino handelt es sich um Sangiovese, also um eine typische toskanische Traube.

Terre di Talamo

Die Terre di Talamo liegt an der toskanischen Küste mit einem herrlichen Blick auf das Meer. Hier in der Maremma bewirtschaftet die Familie Bacci rund 32 Hektar Rebfläche. Die Reben stehen auf Böden die von Ton, Steinen und Lehm geprägt sind. Es werden neben dem Morellino di Scansano noch ein Weißwein, ein Rosé und ein Süßwein erzeugt. Den Morellino di Scansano gibt es in zwei Ausführungen, wobei die Morellino di Scansano Tempo Riserva der Spitzenwein des Weinguts ist.

Morellino di Scansano

Morellino di Scansano Tempo Riserva 2006

Der Rotwein Morellino di Scansano Tempo Riserva wurde aus rund 90 % Sangiovese (Morellino), 5 % Cabernet Sauvignon und 5 % Alicante erzeugt. Für die Tempo Riserva wurden nur die besten Parzellen ausgewählt. Die Erträge wurden sehr  niedrig gehalten. Bei der selektiven Handlese wurden die Trauben in kleinen Kisten sofort in die Kellerei gebracht. Im Keller wurde der Wein im Edelstahltank kühl vergoren. Der anschließende Ausbau erfolgte über etwa 12 Monate im Eichenfass.

Das typische und elegante Bukett zeigt Aromen von Heidelbeeren, Kirschen, Pflaumen, Weihrauch, Tabak, Unterholz, Graphit, Mokka, Schokolade, Thymian, Wacholder, Pfeffer, Leder und Veilchen. Am Gaumen fleischig, vielschichtig, sehr elegant, wunderschöne Frucht, feinwürzig, sehr samtig, unwiderstehlicher Charme, tolle Balance, super Balance und ein sehr langer Nachhall. 92 Punkte.

Für rund 12 Euro die Flasche ein absoluter Hit!

Mehr Infos zum Weingut gibt es hier.

Die Morellino di Scansano Tempo Riserva aus dem Jahrgang 2006 gibt es hier.

Corte Pavone Rosso di Montalcino

Schwarhof, Corte Pavone und Valdifalco

Die Familie Loacker stammt aus Südtirol, dort bewirtschaftet Rainer Loacker seit 1979 rund 11 Hektar nach den Grundsätzen des biologischen Weinbaus. Auf seinem Schwarhof war er einer der „Bio-Pioniere“ und gleichzeitig einer der Qualitätsmotoren der Region. 1996 erwarb Rainer Loacker das Weingut Corte Pavone im Montalcino und 1999 das Weingut Valdifalco in der Maremma. Die beiden Söhne Hayo und Franz Josef Loacker sind inzwischen beide in den Betrieben voll im Einsatz. Hayo arbeitet als Weinmacher und Franz Josef ist für den Vertrieb der Weine zuständig.

Corte Pavone

Das Weingut Corte Pavone befand sich von 1940 bis 1988 im Besitz der toskanischen Familie Martini. Von 1988 bis 1996 wurde es von der Terre Bindella geführt.  Rainer Loacker hauchte dem Weingut mit seinem Lebensmotto „Philosophie mit Herz und Seele“ neuen Atem ein. Corte Pavone umfasst rund 16 Hektar Rebfläche in den besten Lagen des Montalcino-Gebiets. Die Weinberge von Corte Pavone befinden sich in einer Höhe von etwa 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Böden sind in diesem Bereich sehr stark von Lehm und Kalk geprägt und werden nach den Prinzipien des biologischen Weinbaus bewirtschaftet. Zwischen den Rebzeilen finden wir verschiedene Kräuter wie Rosmarin, Lavendel und Thymian. Hier in der hügeligen toskanischen Landschaft werden von den Loackers Sangiovese und ein wenig Cabernet Sauvignon und Merlot angebaut.

2011er-Loacker-Corte-Pavone-Rosso-di-Montalcino-EtikettCorte Pavone Rosso di Montalcino und Brunello di Montalcino

Auf Corte Pavone werden ein Corte Pavone Rosso di Montalcino, ein Corte Pavone Brunello di Montalcino und in Spitzenjahren eine Corte Pavone Brunello di Montalcino Riserva erzeugt.

Der 2011er Corte Pavone Rosso di Montalcino ist für mich ein „kleiner Brunello“, da er ebenfalls reinsortig aus Sangiovese erzeugt wird und für mindesten ein Jahr im Eichenfass reifen durfte. Gerade in Bezug auf Preis/Leistung ist der Wein ein absoluter Tipp.  Der Wein zeigt eine sehr schöne Nase mit Aromen von Kirschen, Heidelbeeren, Himbeeren, Unterholz, Weihrauch, Kakao, Pfeffer, Kardamom, Thymian und Veilchen. Am Gaumen ist der Wein fleischig, saftig, feinwürzig, mineralisch, vielschichtig, er verfügt über viel samtenes Tannin, eine dichte Frucht und einen sehr langen Nachhall. 88 Punkte ist uns der 2011er Corte Pavone Rosso di Montalcino wert und mit seinem Preis der unter 15 Euro liegen sollte eine echte Empfehlung.

Casaloste Chianti Classico

Ein Chianti wie er sein sollte könnte die Überschrift für den Chianti Classico von Casaloste lauten. Doch zunächst ein paar Worte zum Weingut.

In den 1990er Jahren erwarb Giovanni d´Orsi das Weingut Casaloste mit seinen rund 16 Hektar Rebfläche in Panzano. Giovanni stammt aus Neapel und studierte dort Agrarwissenschaften. Der Wunsch Spitzenweine zu produzieren trieb ihn damals in die Toskana. Doch Giovanni ist sehr heimatverbunden, dies wird uns beim Betrachten des Etiketts bewußt. Hier finden wir nicht nur beim Casaloste Chianti Classico einen kleinen stilisierten „Golf von Neapel“, sondern bei allen Weinen im Sortiment.

Giovanni setzt bei seinem Casaloste Chianti auf Tradition und reinsortigen Sangiovese. Gerade die Weinberge um Panzano sind prädestiniert für die Erzeugung herausragender Chianti Weine aus der Rebsorte Sangiovese. Hier findet die Rebsorte die idealen Wachstumsbedingungen vor, um die oft etwas rustikale Art zu mildern.

Giovanni setzt auf ökologischen Anbau der Trauben und ist auch ICEA zertifiziert. Im Weinkeller wird sehr traditionell ohne größere Eingriffe von Außen gearbeitet. Der Casaloste Chianti Classico 2009 wurde reinsortig aus Sangiovese erzeugt. Die Trauben wurden von Hand gelesen und streng selektiert. Die Gärung erfolgte in temperaturkontrollierten Edelstahltanks. Anschließend wurde der Wein für rund 12 Monate, zum Teil in Barriques und zum anderen Teil in großen Fässern aus französischer Eiche, ausgebaut.

Casaloste Chianti Classico DOCG 2009 2009er-Casaloste-Chianti-Classico

Die wunderschöne Nase zeigt Aromen von Kirschen, Brombeeren, Heidelbeeren, Weihrauch, Unterholz, Pfeffer, Schokolade, Tabak, Kokos, Oliven und Veilchen. Am Gaumen fleischig, saftiger Biss, dichte Frucht, feinwürzig, mineralisch, feinmaschige Tannine, großartige Balance, vielschichtig, betörender Charme, große Eleganz und ein sehr langer Nachhall. 92 Punkte bis 2021.

Giovanni d´Orsi und seine Önologin Gabriella Tani verzaubern mit dem Casaloste Chianti Classico und stellen manch deutlich teurere Chianti Classico Riserva in den Schatten. Für mich gehört der Casaloste Chianti Classico zu den elegantesten Vertretern des Chianti. Diese elegante Art zieht sich bei Casaloste durch die ganzen Weine und macht die Weine unwiderstehlich.